Ein Leben als

Autor

 



Christian A. Pohl
"Klaviermethodik"

Offizielle Ankündigung
Leipziger Buchmesse 2019 (21. und 22. März 2019)
Edition Peters, Halle 4

Verfügbar im Handel
ab Spätsommer 2019

Vorgeschichte

Eine 20jährige Suche

Es gibt Tage in unserem Leben, an denen Weichen gestellt werden. In meinem beruflichen Leben gab es drei solcher Tage. Der Studienbeginn in Freiburg im September 1996 zum Beispiel. Oder auch der 14. Mai 2009, als ich ein Schreiben des damaligen Rektors der Leipziger Musikhochschule, Prof. Robert Ehrlich, erhielt, in dem er mir mitteilte, dass ich als Professor auf Lebenszeit an die Hochschule "Felix Mendelssohn Bartholdy" berufen werde.

Der 18. August 2017 markiert den dritten Meilenstein in meinem beruflichen Leben. Von Linda Hawken, Managing Director der Edition Peters, erhielt ich die Nachricht, dass das internationale Produktkommitee der Edition Peters einstimmig beschloss, mein Buch zu verlegen.

 

Seit 1998 arbeite ich an der "Systematischen Klaviermethodik". Alle Methoden und Konzepte, die ich im Laufe der Zeit zusammentrug, erwuchsen alle aus der künstlerischen und pädagogischen Praxis. Diese Klaviermethodik half mir dorthin zu gelangen, wo ich heute stehe. Und sie half unzähligen Schülerinnen und Schülern, Studentinnen und Studenten ihr Talent zur Entfaltung zu bringen.

Eines der wichtigsten Ziele für einen Künstler liegt darin, einen Weg zu finden das auszudrücken, was er ausdrücken möchte. Das Buch und die Systematische Klaviermethodik möchten inspirieren und dabei helfen.





 

Das Ziel

Die Systematische Klaviermethodik als fester Bestandteil des Klavierunterrichts

"Worin liegt das Ziel Deines Übens?" - Die häufigste Antwort, die ich auf diese Frage erhalte ist: "Ich möchte das Stück spielen können! Darum übe ich." Weniger erfahrene Pianisten erzählen mir oft, dass sie zwar gerne "spielen", nicht aber gerne "üben". Am Liebsten würden sie, ohne dafür lange üben zu müssen, ein Werk gleich spielen können.

Ich habe mir die Frage gestellt, warum sie das Üben als etwas ansehen, das sie nach Möglichkeit zu vermeiden suchen oder nicht allzu gerne tun. Üben ist anstrengend. Und Üben braucht Geduld. Doch das können nicht die einzigen Gründe sein. Denn in anderen Lebensbereichen zeigen jene weniger erfahrenen Pianisten oft erstaunliches Durchhaltevermögen.

Vielleicht liegen die Ursachen auch in zwei anderen Gründen:

1. Sie wissen nicht genau, welches Üben den besten Erfolg bringt. Ihr Üben gleicht oft mehr einem "durchspielen" und vieles gelingt eher zufällig. Das kann langfristig frustrierend sein.

2. Vielleicht empfinden sie wenig Freude an der klanglichen Arbeit selbst. In meinem Buch beschreibe ich, wie "üben" und "spielen" zwei gänzlich verschiedene Denkweisen und mentale Dispositionen benötigen. Bewegen wir uns ständig im Modus "spielen", wo wir uns unserem Selbstverständnis nach im Modus "üben" aufhalten, kann dies nicht funktionieren.

Worin liegt die Lösung?
1. Den Unterschied zwischen "spielen" und "üben" kennenlernen
2. Das Üben als eine faszinierende Reise und die Arbeit an der Musik immer auch als Arbeit an uns selbst begreifen.
3. Verstehen, wie Interpretationen entstehen, wie die vielfältigen musikalischen und pianistischen Aufgaben zu lösen sind und wie das tägliche Üben auf der Grundlage unserer momentanen Verfassung bestmöglich gestaltet werden kann.

Die Methoden und Konzepte in meinem Buch "Klaviermethodik" möchten hier Unterstützung bieten. Sie helfen KlavierpädagogInnen dabei, SchülerInnen in die künstlerische Eigenständigkeit zu führen.

Mein Ziel ist es, dass jeder Schüler, jeder Studierende, der sich mit dem Klavierspiel und dem klassischen Repertoire auseinandersetzt, die vielfältigen musikalischen und spieltechnischen Aufgabenstellungen versteht und vielfältige Lösungswege nicht nur kennt, sondern auch zu beschreiten imstande ist.

Das Buch "Klaviermethodik" möchte Pianisten inspirieren und Klavierpädagogen in ihrer Arbeit unterstützen.




 

Inhalt

Worum geht es im Buch

26 Methoden
Auf die vier Lerngebiete "Dekodieren", "Automatisieren", "Balancieren" und "Kolorieren" aufgeteilt sind 26 verschiedene Methoden ausführlich und praxisnah dargestellt.
14 Konzepte

Eine Reihe von Konzepten ergänt den methodischen Teil, z.B. musikalische Brems- und Strebekräfte, Anschlag, Artikulation, Progressive Klangbilder, Gestaltungsplan und Interpretationskonzept und vieles mehr

287 Lernkarten

Jede Methode und mehrere Konzepte sind in ihren wichtigsten Punkten auf sogenannten Lernkarten zusammengefasst. Sie unterstützen Klavierpädagogen dabei, Methoden schrittweise im Unterricht einzuführen und über längere Zeit hinweg zu vervollkommnen.

Die Lernkarten können separat zum Buch erworben werden.

13 Übemodelle

Wie kreativ und reizvoll die Methoden miteinander zu Übemodellen kombiniert werden können, das zeigt das Kapitel "Übemodelle". Das Üben des Kopfsatzes der Klaviersonate B-Dur KV 333 von Wolfgang Amadeus Mozart wird exemplarisch dargestellt. Der vorgestellte Übeplan zeigt Modelle für die ersten 13 Tage auf.